Premiere "Der Wunschsee" +++ 24. Großenhainer Theatertage +++ 3. Großenhainer Kulturnacht +++ Nachwuchsgruppe startet +++ Premiere Nachwuchsgruppe +++ Theaterstammtisch

 
   

1903 wurde Natalia Saz, Tochter des Komponisten Ilja Saz geboren. Sie beendete 1917 ihre musikalische Ausbildung am Skrjabin-Institut in Moskau.

Im erstaunlichen Alter von 15 Jahren -1918- hatte Natalia Saz das erste Kindertheater in Moskau gegründet und lange Zeit geleitet. Ihr ganzes Leben stand im Dienste der Kunst für die Kinder.

Der Musik mißt sie dabei eine ganz besondere Rolle innerhalb der Kunst und vor allem innerhalb des Theaters zu.

 

Im Jahre 1931 besuchte sie Berlin und inszenierte das Stück von Verdi "Falstaff" an der Krolloper.



   

Hier besuchte sie auch die Sprachkurse französisch und deutsch.

Außerdem beherrschte sie noch italienisch und spanisch.

1934 auf dem Internationalen Festival in Moskau begrüßte sie so in vier Sprachen die ausländischen Gäste.

 

Von 1944-1950 war Natalia Saz Chef-Regisseurin des Kindertheaters in Alma-Ata.

 

Seit 1964 war sie Leiterin des auf ihre Initiative gegründeten Kinder-Musiktheaters. Das Theater bietet 1500 Besuchern Platz und wird von 40 Sängern und Tänzern, sowie 30 Musikern bespielt. Sie arbeitete mit zahlreichen Autoren und Komponisten zusammen.

 

Natalia Saz schrieb selbst Stücke, die sie auch inszenierte. Außerdem schrieb sie Bücher über Kindertheater und Memoiren.

 

Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin, Theaterleiterin und Bühnenautorin war sie Leiterin am Staatlichen Theater-Institut A. W. Lunatscharski in Moskau.

(Älteste Theaterhochschule der UdSSR - seit 1818)

 

Neben vielen staatlichen Auszeichnungen, so dem Titel "Volksschauspielerin der RSFSR" und dem Staatspreis der UdSSR, ist der Ehrenname "Mutter des Kindertheaters der Welt" der schönste Lohn für die Verbreitung und Entwicklung der Kunst unter der heranwachsenden Generation.

 

Im Jahre 1965 lernten die Mitglieder des Pioniertheaters, anläßlich des ersten Kinder- und Jugendfestivals in Berlin, Natalia Saz kennen. Schnell war der Entschluß gefaßt, mit Natalia Saz Verbindung aufzunehmen. Seit Januar 1967 stand das Pioniertheater dann in brieflicher Verbindung mit dem Staatlichen Moskauer Musiktheater für Kinder.

 

Am 08. November 1967 war es dann soweit. In Anwesenheit zahlreicher Gäste wurde dem Kollektiv des Pioniertheater der Name "Natalia Saz" verliehen.

 

Die Namensgeberin besuchte das Großenhainer Theater erstmals am 11. und 12. Januar 1968. Noch im gleichen Jahr, am 09. und 10. Oktober, kam Natalia Saz zum zweiten Mal zu ihren Patenkindern. Gemeinsam mit Künstlern des Moskauer Musiktheaters gab sie ein Konzert in Großenhain.

Ihr zu Ehren gab es eine Sondervorstellung "Häschen Schnurks" im Kreiskulturhaus "Maxim Gorki" Großenhain.

Es war ein Festtag für alle Anwesenden und Freundschaften entstanden.

Natalia Saz brachte für alle 40 Mitglieder des Pioniertheaters kleine Geschenke mit.

 

Am 13. April 1969 gab Natalia Saz Konzerte, wie "Peter und der Wolf" und "Der blaue Vogel" an der Komischen Oper in Berlin. Zu Gast waren auch Herr Petrat und 10 Schüler des Pioniertheaters.

 

Von Oktober 1970 - September 1973 unternahm sie Reisen nach Venedig, zu einer internationalen Konferenz in Kanada und den USA. Sie gab Vorlesungen an der Wiener Universität und Gastspiele mit ihrem Theater in Jugoslawien und Bulgarien.

 

1972 ging ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Auf Einladung der Namensgeberin weilten 7 Mädchen und Jungen des Großenhainer Theaters vom 20. - 26. Februar in Moskau und Leningrad. Hier besuchte die Delegation eine Aufführung der Märchenoper "Die drei Dicken" am Zentralen Kindermusiktheater in Moskau.

 

Im Dezember 1973 sahen dann 25 Mitglieder des Pioniertheaters in Berlin die Aufführung "Die drei Dicken" von Natalia Saz.

Eine weitere Begegnung mit Tante Natascha gab es in Berlin und am 11. Dezember 1976 im Leipziger Kindertheater.

 

Zwischen den persönlichen Begegnungen gingen Briefe nach Moskau.

 

Ein Kolloquium am Theater der Altmark in Stendal war 1977 Höhepunkt eines mehrtägigen Besuches von Prof. Natalia Saz.

 

Zum 29. Jahrestag der DDR erfüllte die Namensgeberin 1978 einen Wunsch der Großenhainer Theatermitglieder. Sie schickte einen echten russischen Samowar.

 

Zur Einweihung des neuen Gebäudes des Kindermusiktheaters weilten der Leiter des Pioniertheaters, sowie Winnie Donat und Sylke Petrat vom 10.-14. Dezember 1979 in Moskau.